Jordanien (Oktober 2000)
Allgemeines
Dieser Bericht ersetzt natürlich keinen Reiseführer! Er soll vielmehr einen Eindruck von Land und Leuten verschaffen und eine Entscheidungshilfe darstellen, wenn man über einen Urlaub in Jordanien nachdenkt.
Jordanien ist ein für Individualreisende sehr einfach zu bereisendes Land. Die meisten Jordanier sprechen recht gut englisch - für eine kurze Konversation reicht es allemal. Die Jordanier sind überaus freundlich und sehr hilfbereit. Bleibt man etwa mit seinem Reiseführer an einer Straßenecke etwas hilflos stehen, wird man garantiert angesprochen, ob man Hilfe benötigt. Dabei sind die Jordanier absolut nicht aufdringlich, wie man es aus anderen arabischen Ländern gewohnt sein mag. Sehr häufig wird man freundlich auf der Straße begrüßt und gefragt, wo man denn herkommt. Meist endet das Gespräch dann mit einem freundlichen "Welcome to Jordan!"
Die Busverbindungen in Jordanien sind recht gut, zumindest was die Verbindungen zwischen den Städten und den Hauptsehenswürdigkeiten angeht. In Amman gibt es mehrere Busbahnhöfe, je nachdem, wo man hinfahren möchte. Vom Wahadat Terminal z..B. fahren ständig Minibusse nach Petra und Richtung Süden ab. Dort läßt man sich am besten mit dem Taxi hinbringen, da es etwas außerhalb der Stadt liegt. Den Taxipreis entweder vorher aushandeln oder aber bei innerstädtischen Fahrten darauf achten, dass das Taxameter angestellt ist! Taxifahren ist nicht teuer und es ist in jedem Fall einfacher, als herauszufinden, wo und wie die innerstädtischen Busse oder Service Taxis fahren, zumal diese nur in arabisch beschriftet sind. Man läßt sich also einfach zu dem Busterminal bringen und wird meist auch schon vor dem richtigen Bus abgesetzt. Der fährt dann irgendwann los, wenn genug Gäste da sind. Das hat nie lange gedauert. Jedenfalls sollte man nicht etwa nach einem Busfahrplan oder ähnlichem fragen; so etwas gibt es nicht!
Nun noch kurz zu den Finanzen: Bei der Arab-Bank in Wadi Musa und in Amman in der Al Malek al Faisal kann man mit der EC-Karte zu günstigen Konditionen Geld abheben; wir haben 300 JD zum Tageskurs abgehoben; dies scheint der Höchstbetrag zu sein, und dafür eine Gebühr von 2,56 $ US gezahlt. Bei der Arab Bank in Wadi Musa war ein Maestro-Zeichen angebracht, so dass wir auf die Idee gekommen waren, eine Abhebung zu versuchen; bei der in Amman nicht, es funktionierte aber trotzdem. Wahrscheinlich kann man davon ausgehen, dass bei der Arab Bank allgemein eine Abhebung mit der EC-Karte möglich ist.
Außerdem kann man problemlos Geld bei den Banken oder Wechselstuben wechseln. Kreditkarten (Visa, Master Card) werden ebenfalls häufig akzeptiert.
Als Reiseführer kann man "Jordanien" von Wil und Sigrid Tondok, Reise Know-How (Kontakt: s.w.tondok@tondok-verlag.de) empfehlen, der sehr gut für Individualreisende geeignet ist. Unseres Wisens ist für das Jahr 2001 eine Neuauflage geplant.
Viele Flieger kommen in Amman erst
nach Mitternacht an. Das bedeutet, dass auch um diese Zeit noch viel am Flughafen
los ist. Der Bus zum Abdali Terminal fährt bis 23 Uhr stündlich,
danach alle zwei Stunden. Mit dem Taxi kostet es etwa 12 JD pro Fahrt,
d.h. wenn man sich mit anderen Reisenden zusammen tut entsprechend weniger.
Auch um diese Zeit bekommt man noch ein Zimmer. In den kleineren Pensionen
muss man dann zwar jemanden aus dem Bett klingeln; aber geöffnet wird
einem allemal. Ein Tipp, wer es billig und einfach mag: Pension Cairo (Al
Malek al Faisal). Für ein sauberes Doppelzimmer mit (einfachem)
Bad und arabischer Toilette zahlt man dort 8 JD. Der Vorteil: Man befindet
sich mitten in der Stadt. Sehr empfehlenswert und etwas teurer ist das Firas
Wings, dass auf dem Jabal al Weibdeh auf dem Hügel und somit von der
Hauptstraße entfernt liegt und dementsprechend ruhig ist. Von der Al
Malek al Hussein führen Treppenstufen hinauf, die nicht ganz einfach
zu finden sind. Man fragt sich am besten durch. Dort kostet ein nettes
Doppelzimmer mit Bad und Fernseher (Deutsche Welle / BBC) etwa 14 JD.
Ein Tipp für jeden Jordanien-Reisenden: Ohrstöpsel für die Nacht! Hotels und Pensionen liegen häufig an stark befahrenen Straßen und zumindest in Amman hupen die Autofahrer häufig und ausgiebig. Außerdem gelingt es einem aufgrund der hohen Dichte der Moscheen nicht immer, eine Unterkunft zu finden, die nicht in der Nähe einer Moschee liegt, so dass unter Umständen mit dem ersten Morgengebet bei Sonnenaufgang, d.h. ca. gegen 4 Uhr, die Nacht zu Ende ist.
Amman selber bietet neben den sehr interessanten Suqs, die sich von der Al Malek al Hussein Straße bis hin zum römischen Theater und ein wenig darüber hinaus ziehen, insbesondere den Festungshügel und das römische Theater als Sehenswürdigkeit. Je nach Interesse sind zwei bis drei Tage in Amman einschließlich einkaufen gehen i.d.R. ausreichend.
Zum Einkaufen noch ein Tipp abseits der Touristenpfade: Auf dem Jabal El Weibdeh in der Al-Afghani Sharia Str. befindet sich der Oriental Gift Shop - ein Laden mit allerlei orientalischen Gebrauchs- und Dekorationsartikeln. Das tolle ist, dass hier auch Einheimische kaufen. Als Tourist wird man freundlich und zurückhaltend empfangen. Nachdem wir uns ein Weilchen in dem Laden umgeschaut hatten - und zwischendurch schon einen arabischen Kaffee erhalten hatten - mußten wir uns offensiv an das Personal wenden und mitteilen, dass wir etwas kaufen möchten. Wir erstanden dort eine arabische Kaffeekanne, auf die -im Preis inbegriffen- noch unsere Vornamen auf arabisch graviert wurden. Das war sehr unterhaltsam, da zunächst von den vier Leuten, die in diesem Laden arbeiteten, diskutiert wurde, wie unsere Namen wohl auf arabisch geschrieben werden! Als wir uns danach erkundigten, wie man denn richtig arabischen Kaffee kocht, wurde uns das ausgiebig erklärt. Da dem Ladeninhaber das Wort für "Kardamon" auf englisch fehlte, lief er kurzerhand aus dem Laden hinaus und kam mit ein paar Kardamonkapseln wieder! Auch das Wörterbuch englisch-arabisch wurde während unseres Gesprächs mehrfach gewälzt - wir haben alles in allem mehr als eine - sehr nette - Stunde in diesem Laden verbracht!
Petra
Das Highlight jedes Jordanienbesuchs
ist unzweifelhaft die Nabatäerstadt Petra. Es gibt viele
Möglichkeiten, dort von Amman aus hinzufahren. Taxifahrer bieten an,
einen über die King´s Road, die durch eine schöne Landschaft
führt, bis nach Petra zu bringen. Möchte man sich auf dem Weg noch
einiges anschauen, so muss man einen knappen Tag hierfür einkalkulieren.
Man kann auch mit einem Busunternehmen (JETT Bus; an der Al Malek al Hussein
St ein ganzes Stück stadtauswärts hinter dem Abdali Bus Terminal)
an einem Tag Petra hin und zurück buchen, wovon wir allerdings abraten
würden, da Petra in einem knappen Tag nicht zu schaffen ist. Eine andere
Möglichkeit ist es, mit dem Minibus vom Wahadat Terminal nach Wadi Musa
zu fahren; das ist der Ort bei Petra. Der Preis beträgt etwa 2,20 JD.
Die Fahrt führt - da dies schneller geht - nicht über die King´s
Road, sondern über den Desert Highway; d.h. es gibt während der
Fahrt nicht allzu viel zu sehen.
Der Ort Wadi Musa ist nichts Besonderes. Er zieht sich entlang der Hauptstraße bis zum Eingang nach Petra hinunter, umsäumt von verschiedenen Hotels. Direkt vor dem Eingang zum Visitor Centre befindet sich ein Mövenpick Hotel, was naturgemäß nicht ganz so preiswert ist. Aber weiter oben - immer noch in Fußwegnähe von Petra - gibt es auch nette, relativ günstige Unterkünfte, z.B. das Oriental Gate Hotel in einer Seitenstraße des Zentrum Kreisverkehrs (ca.13 JD für ein Dopelzimmer mit Bad). Man trifft dort Gleichgesinnte und kann u.U. auch weitere Touren organisieren (z.B. nach Wadi Rum).
Für die Besichtigung von Petra sollte man ruhig etwas früher aufstehen.
Unseres Erachtens benötigt man für eine
Besichtigung mindestens 2 Tage - abhängig natürlich davon,
wie gut man zu Fuß ist und was man alles sehen möchte. Man kann
sich allerdings auch "Taxis" (=Esel) mieten, die einem dann den bei
der Hitze oft mühsamen Aufstieg ersparen. In jedem Fall sollte man genug
Wasser mitnehmen (wir empfehlen mindestens 2 Liter pro Person). Toll ist
der Gang durch die ca. 2 km lange Schlucht. Wenn man Glück hat, ist
man eine Zeit lang alleine in einem Abschnitt, so dass man die grandiosen
Ausblicke ungestört genießen kann. Nicht empfehlenswert ist die
Fahrt durch die Schlucht mit einem Pferdekarren, da das viel zu schnell geht!
Am Ende eröffnet sich dann der Blick auf das beeindruckende Schatzhaus...
Unbedingt
empfehlenswert ist auch die Wanderung zum sogenannten Kloster. Sie ist zwar
etwas anstrengend; man wird aber mit dem -wie wir finden- zweitschönsten
Bauwerk (nach dem Schatzhaus) belohnt!
Wie uns zwischenzeitlich bekannt wurde, ist es allerdings nicht mehr erlaubt,
auf das Bauwerk zu
steigen - deshalb ist das folgende
Bild nicht zur Nachahmung empfohlen! Es
verdeutlicht aber eindrucksvoll die
Größenverhältnisse.....
Auch die Königswand darf man natürlich nicht auslassen. Sehr empfehlenswert ist ein Aufstieg über unzählige Treppen zwischen dem Römischen und dem Palastgrab. Es bietet sich oben angekommen ein toller Blick über das gesamte Tal. Geht man etwa eine viertel Stunde weiter geradeaus wieder leicht bergab, so erreicht man am Ende des Weges einen Aussichtspunkt, von dem man - so man schwindelfrei ist - von oben einen Blick auf das Schatzhaus werfen kann und in die Schlucht hinabsieht....
Schön ist auch der Aufstieg auf der anderen Seite des Tals zur Kreuzfahrerfestung und zwar deshalb, da ihn offensichtlich nicht viele Touristen unternehmen!.Man kann dort also in aller Ruhe (wir waren die ganze Zeit allein dort) den herrlichen Blick über das Tal Richtung Königswand genießen....
Während der Erkundung von Petra fallen immer wieder die tollen
Felsmarmorierungen ins Auge; es gibt den Sand dort
in vielen Farben, z.B. in einem intensiven Blau
(!), Violett, Gelb u.s.w. Deswegen bieten sich
als Souvenir die dort sehr kunstfertig hergestellten
Sandflaschen mit Wüstenmotiven an, da der Sand original, d.h.
ungefärbt ist. Ein Tipp auch für den Erwerb von Sandflaschen: An
der Mosesquelle am Ortseingang von Wadi Musa bietet ein netter alter Herr
tolle Sandflaschen zu günstigen Preisen an und erklärt auch
bereitwillig seine Kunst. Wer möchte, kann dort auch ein Portraitfoto
abgeben, dass dann in Sand gearbeitet wird!
Wadi Rum
Mit einem sehr
netten Beduinen, Zedan (spricht englisch, per e-mail erreichbar!!!!!
zedn_a@yahoo.com) unternahmen wir eine
Wüstentour durch das Wadi Rum. Das Beduinenörtchen erreicht man
von Wadi Musa aus mit dem Bus, der i.d.R. zweimal am Tag fährt - außer
freitags. Man kann dort direkt hinfahren und die Tour nach seinen Wünschen
vor Ort organisieren. Auch wenn es ein paar "Sehenswürdigkeiten" in
der Wüste gibt, so ist das beeindruckendste natürlich die
Wüstenlandschaft. Man kann sich dort u.a. nabatäische Felszeichnungen
anschauen, auf eine natürliche Steinbrücke klettern, eine
Sanddüne besteigen
und natürlich einen schönen
Sonnenuntergang in der Wüste beobachten. Unbedingt empfehlenswert ist
eine Übernachtung in der Wüste, die
häufig in der Tour enthalten ist. Wir bekamen jeder eine Matratze und
eine warme Decke und sollten uns dann halt irgendein Plätzchen aussuchen!
Zu dieser Zeit war Vollmond, so dass es nicht allzu dunkel wurde. Trotzdem
konnte man den faszinierenden Sternenhimmel sehen. Und natürlich auch
den Sonnenaufgang in der Wüste erleben...
Wer möchte, kann von Wadi Rum aus auch mehrtägige Touren buchen; entweder per Jeep oder auch per Kamel.
Aqaba
Die Stadt am Roten Meer, die man unproblematisch mit dem Bus erreicht, lädt
vor allem wegen der wunderschönen Korallenriffe zum Tauchen oder Schnorcheln
ein. Am besten kann man dies im etwas südlich gelegenen Royal Diving
Center, wo man sich auch die Ausrüstung leihen kann. Zum Royal Diving
Center fahren täglich Busse. Man fühlt sich dort in den
Korallenriffen, als ob man in einem Aquarium schwimmt! Und am Strand von
Aqaba kann man in Ruhe einen schönen Sonnenuntergang mit Blick auf
Elat/Israel genießen. Vielleicht noch ein Hoteltipp: Die meisten
größeren Hotels, in denen vor allem die Pauschaltouristen absteigen,
liegen etwas außerhalb der Stadt. Viel schöner ist es, mitten
im
Zentrum zu wohnen, da Aqaba tolle Einkaufsmöglichkeiten
bietet und man abends prima bummeln kann! Das
Beach Hotel liegt am Eingang zum Suq und somit sehr zentral (ca. 14 JD für
ein Doppelzimmer mit Bad). Mit etwas Glück bekommt man ein Zimmer mit
Blick auf Elat. Am besten man fragt wegen des Zimmers Haroun im Souvenirshop
"The Bedouin House" neben dem Chrystal Hotel (Haroun scheint dort jeder zu
kennen).
Jerash
Jerash ist ebenfalls eins der "Highlights" von
Jordanien - auf einer riesigen Fläche befinden sich Ausgrabungen der
römischen Stadt. Beeindruckend ist das
riesige -ovale- Forum Romanum, dessen historische Pflasterung noch erhalten
ist. In Erinnerung behält man sicherlich die unzähligen, über
die gesamte Anlage wieder aufgerichteten Säulen! Das ausgegrabene
historische Jerash besteht übrigens hauptsächlich aus Gebäuden
und Anlagen des öffentlichen Lebens; wie z.B. das schon erwähnte
Forum Romanum; Tempelbauten, der Cardo Maximus (Hauptstraße) mit
Läden etc.. Auf dem römischen Teil der Stadt, wo die Häuser
der Bewohner standen, steht auch die heutige Stadt Jerash. Für die
Besichtigung sollte man einen Tag veranschlagen. Nach Jerash fahren fortlaufend
Busse von Amman (u.a. Abdali Terminal) ab.
Madaba
Madaba ist die Stadt
der Mosaike! Unbedingt sehenswert ist die Palästina Landkarte in der
St. Georgs Kirche, die aus Mosaiksteinchen zusammengesetzt ist. Für
die Besichtigung von Madaba, des Archäologischen Parks, des Mosaikmuseums
und weitere Kirchen mit Mosaiken reicht ein Tag. Von Amman aus fahren
ständig Busse nach Madaba. Von Madaba aus kann man gut ein Taxi zum
Mount Nebo (s.u.) nehmen.
Empfehlenswert sind auch folgende Sehenswürdigkeiten:
Vom Mount Nebo aus kann man, wenn das Wetter es zuläßt, das Jordantal bis nach Jerusalem überblicken. Diese Sehenswürdigkeit ist übrigens im Vergleich mit anderen geradezu mit Touristen überlaufen. Man kann wahrscheinlich selten die schöne Aussicht in Ruhe genießen.
Die Kreuzfahrerburg in Kerak ist sehr interessant. Die Burg kann man z.T. unterirdisch durch lange Tunnelgewölbe erkunden. Außerdem hat man bei klarem Wetter einen weiten Blick über das Jordantal.
Das Wadi Mujib passiert man auf dem King´s Highway Richtung Süden. Es handelt sich um eine beeindruckende Felsenlandschaft, die gern als "Grand Canyon Jordaniens" bezeichnet wird. An einem der schönsten Aussichtspunkte halten auch oft Busse mit Pauschaltouristen; aber da die es in der Regel sehr eilig haben, fährt der Bus auch schnell wieder weiter. Es lohnt sich so lange zu warten und in Ruhe diesen Ausblick zu genießen.
Schön ist auch die Mündung des Wadi Mujib in das Tote Meer. Wenn kein Regen gefallen ist (Infos darüber erhält man von der Touristenpolizei direkt an der Mündung), kann man in das Wadi hineinwandern.
Selbstverständlich sollte man unbedingt einen Tag am Toten Meer verbringen! Die Übernachtungen dort sind relativ teuer; die günstigste Möglichkeit ist das Dead Sea Resthouse (ca. 36 JD für eine Übernachtung in einem Doppelzimmer). Vorteil einer Übernachtung dort ist, dass man den wirklich wunderschönen Sonnenuntergang am Toten Meer beobachten kann!
Interessante römische Ausgrabungen findet man auch in Pella - wobei hier gerade erst die Ausgrabungen begonnen werden - und in Umm Qeis. In Umm Qeis kann man auch eine verlassene Stadt aus schwarzen Basaltsteinen besichtigen. Toll ist dort der Blick auf den See Genezareth, denn man befindet sich im nördlichsten Zipfel Jordaniens.
Auf dem Weg dahin lohnt sich ein Abstecher zur Burg in Ajlun. Von dort aus wird man mit einer tollen Aussicht belohnt!
Kaum von Touristen
besucht wird Umm al Jimal. Diese ehemalige Karawanserei erweckt
den Eindruck, als ob gerade eine Bombe eingeschlagen hätte! Die Stadt
war komplett aus Steinen errichtet - auch die Dächer!!- was man teilweise
noch gut erkennen kann. Außerdem gibt es Türen aus Stein, die
noch in den Angeln hängen, so dass man sie bewegen kann. Auf dem Parkplatz
vorher wird man in der Regel schon von einem Mitarbeiter des Tourismusbüros
empfangen, der gerne über das Gelände führt. Das ist auch
hilfreich, da man sich andernfalls in diesen Steinmassen nur schlecht
zurechtfinden würde.
Außerdem
kann man verschiedene Wüstenschlösser besichtigen. Schön
ist insbesondere das Qasr al Amra,
ein Badehaus, in dem Deckenbemalungen ungewöhnlich gut erhalten
sind. Auch das Qasr el Karanah und das Wüstenschloß
in der Oase Azraq sowie die Burg Shaubak und
das Qasr el Abd (ganz in der Nähe von Amman) sind sehenswert.
Wenn man nicht allzu viel Zeit hat, ist es empfehlenswert, all diese genannten Ziele mit einem Mietwagen anzufahren. Außer in Amman - dort muss man sich erst an die Fahrweise der Jordanier gewöhnen; dann geht´s aber prima - ist das Fahren in Jordanien völlig unproblematisch. Gerade wenn man auch abgelegene Wüstenschlösser besichtigen möchte, ist man mit dem eigenen Wagen flexibler und spart eine Menge Zeit. In Pella und in Umm Qeis kann man übernachten. Alternativ kann natürlich auch eine Route per Taxi geplant werden - die Preise sind Verhandlungssache.